Die Vorteile:

Sida sind ausdauernde Stauden, sie kommen also jedes Jahr wieder und vergrößern langsam die Zahl ihrer Stängel bis auf über 40 Stck. Sida-Felder brauchen nur einmal angelegt zu werden. Danach können sie 20-30 Jahre und länger genutzt werden. Damit entfallen zahlreiche Arbeitsgänge auf dem Feld. Während einjährige Ackerkulturen alljährlich vorbereitet (pflügen, grubbern, Saatgut kaufen, säen, etc.) und mit Pflanzenschutzmitteln behandelt werden müssen, ist dies bei den Sida-Kulturen nur im ersten Jahr erforderlich.

Die einzigen verbleibenden Feldarbeiten sind:

  • Düngung im März vor dem Austrieb
  • Als Futter- oder Biogaspflanze 2 malige Ernte
  • Als Holzersatz Ernte im Dezember bis Februar, wenn die Stängel komplett getrocknet sind, mit praxisüblichem Maishäcksler.

Da bisher keine Schädlinge aufgetreten sind, ist nach dem ersten Jahr auch kein Pflanzenschutz nötig. Im ersten Jahr ist lediglich aufkeimendes Unkraut gezielt zu bekämpfen: entweder mechanisch mit der Maschinenhacke oder mit Herbiziden (wofür noch eine Ausnahmegenehmigung nach § 22 PflSchG erforderlich ist).

Weitere Vorteile:

  • Landwirtschaftliche Nutzpflanze (27 - 30 % Proteingehalt, Nährwert vergleichbar mit Luzerne)
  • Energiepflanze (Festbrennstoffe, Biogas, Biokraftstoffe)
  • Rekultivierungspflanze (z.B. für Abwässersedimente)
  • Bienentrachtpflanze (spät ansetzende Blütezeit / bis zu 120 kg Honig/ha)
  • Verbesserung der Bodenqualität durch Humusbildung und Gesundung des Bodenlebens (Regenwürmer, Kleinlebewesen)
  • die Bodenschichten bleiben erhalten, da keine Bodenbearbeitung nötig
  • sie bietet Deckung für Niederwild
  • vermindert Erosion und Hochwassergefahren, die sich an Hanglagen besonders stark auswirkt (bis 100 t Humusverluste pro Hektar und Jahr bei z. B. 2-3% Gefälle!)
  • keine Bodenverdichtung
  • keine giftige Sickersaftbildung bei Silage
  • kein Beizen des Saatgutes
  • ab dem 2. Jahr keine Spritzmittel mehr nötig
  • kein jährlicher Saatgutkauf - keine Abhängigkeit von Saatgutherstellern
  • Wildpflanze, kein GVO mit unbekannten Auswirkungen
  • nicht invasiv
  • fast vollständige Düngeraufnahme durch tiefreichenden Wurzelstock – es gelangt kein Düngerrest ins Grundwasser!
  • Einsparung von Bodenbearbeitungsgeräten
  • Lange Nutzungsdauer des Bestandes (enorme Einsparungsmöglichkeiten)
  • der Bestand wird zu einer Wertschöpfung; dadurch monetärer Zugewinn bei Pachtrückgabe und Neuverpachtung
  • sofortige Nutzung des Bestandes bei Neuverpachtung (keine Investitionskosten, keine Wartezeit – „es ist alles gerichtet, nur düngen und ernten“)
  • große Widerstandsfähigkeit der Sida gegen Trockenheit (bei tiefgründigem Boden) und gegen harte Winterfröste
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