Ernte:

Die Ernte erfolgt mit herkömmlichem Feldhäcksler bei TS-Gehalten von 27-30 % von Mitte September bis Anfang Oktober, am besten nach trockenem Wetter und vorzugsweise am Nachmittag (damit die Blattbecher nicht mit Regenwasser gefüllt oder die Blätter taunass sind). Selbst bei TS-Gehalten von 25 % tritt bei der Silphium -Silage kein Sickersaft aus. Grundsätzlich ergeben kürzere Häcksellängen eine bessere Methanausbeute. Empfohlen wird 0,5-1 cm Häcksellänge. Die Erträge ab dem 2. Jahr variieren je nach Bodenqualität, Wasserversorgung und Düngung; sie liegen zwischen 120-180 (-200) t/ha Trockenmasse, entsprechend 43-75 t/ha Frischmasse.

Weitere interessante Ergebnisse aus dem jetzt abgeschlossenen Vorhaben erbrachten die Parzellenversuche der TLL an den beiden Standorten Dornburg und Heßberg (Thüringen, Ackerzahlen zwischen 43 und 80). Seit mittlerweile neun Jahren werden die Silphie - bestände dort beerntet, ohne dass bisher ein Ertragsrückgang feststellbar wäre. Im Mittel der neun Jahre lagen die Trockenmasse-Erträge pro Hektar sowohl in Dornburg als auch in Heßberg über dem Durchschnittsertrag von Silomais am gleichen Standort. Der Methan- gehalt der Silphie liegt etwa 10 Prozent unter dem von Mais, trotzdem erzielte die Pflanze mit 5.600 bis 6.400 m 3 Methan pro Hektar in den Jahren 2010 bis 2012 (Standort Dornburg) sehr hohe Methanerträge. Lediglich beim ökonomischen Vergleich schnitt sie etwas schlechter als Mais ab, da sie zum Erntezeitpunkt einen geringeren Trocken- substanzgehalt hat und der Landwirt somit insgesamt mehr Masse durch den Biogas- prozess schleusen muss.

Die Wurzelstöcke der Pflanzen sind in Mitteleuropa völlig frosthart. Auch schadet ein Überfahren des Wurzelstocks bei der Ernte nicht.

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