Wilde Malve

Die wilde Malve ist in ganz Mittel-, Süd- und Teilen Nordeuropas, Westasien und Nordafrika heimisch.  
Als Neophyt ist sie zudem heute fast weltweit anzutreffen. Die Wilde Malve zählt zu den ältesten bekannten Heil-
und Nutzpflanzen.

Man findet die Wilde Malve auf Schuttplätzen, an Wegrändern, Trockenwiesen, Trockenwälder, Weinbergen und
auf Ödland.
Sie bevorzugt trockene, nährstoff- und stickstoffreiche Sand- oder Lehmböden in sonniger,
geschützter Lage. Die Wilde Malve ist eine Zeigerpflanze für stickstoffhaltige Böden.

In Höhenlagen wächst sie bis etwa 1.800 Meter. Im Tiefland seltener vorkommend.
Sie kommt insgesamt selten bis zerstreut vor. Die Bestände gehen aufgrund von Biotopverlusten zunehmend
zurück. Es handelt sich um eine mehrjährige, krautige Staudenpflanze.

Die großen, rundlichen, wechselständigen Stängelblätter sind 5 bis 7-fach eingeschnitten; die oberen Blätter
etwa zu 2/3 handförmig eingeschnitten. Die eiförmigen Blattabschnitt sind gezähnt. Die unteren,
herzförmigen Blätter sind grob gezähnt und kaum eingeschnitten. Die Blattstiele sind etwa 3-mal so lang,
wie die Blattspreite. Die Malvengewächse sind in der Lage ihre Blätter exakt dem Sonnenverlauf
nachzuführen, so dass die Blattspreite immer fast senkrecht zur Sonneneinstrahlung steht.

Die Bestäubung erfolgt durch Insekten, wie Fliegen, Bienen, Blattkäfer, Wespen, Schmetterlinge und Hummeln.

Die scheibenförmigen, flachen, 9 mm breiten und 2 mm hohen Früchte sind in der Mitte eingesenkt und
zerfallen zur Reifezeit in einsamige, scharfrandige, nüßchenartige Teilfrüchte. Diese Form, wie ein Käselaib,
hat zu dem Synonymbegriff Käsepappel geführt.
Das Wortstück Pappel nimmt nicht auf die Pappel Bezug, sondern auf das Wort Papp und meint die breitartige
Konsistenz der Teilfrüchte, welche sich bei Regen breiartig auflösen. Die klebrigen Teilfrüchte können so
auch an Tieren kleben bleiben und über weite Strecken verbreitet werden.
Malvensamen weisen eine extrem
lange Lebensdauer auf, vereinzelt hat schon mehrere Jahrzehnte alte Samen gefunden, die noch keimfähig
waren. Die fleischigen Pfahlwurzeln wachsen spindelartig.

Die Wilde Malve hat einen mittleren bis hohen Nährstoffbedarf, benötigt aber nur mäßige Wässerung.
Sie bevorzugt einen durchlässigen Boden in sonniger Lage. Bienen und Schmetterlinge werden von ihr angelockt.
Sie kann zur Auflockerung in größeren Beeten stehen. Sie kann im April direkt gesät werden; der Pflanzabstand
sollte etwa 50 cm betragen.

  • Wuchs: Aufrecht.
  • Blüten: Rosaviolette Blüten, Mai-September.
  • Blätter: Große rundliche Blätter, grün.
  • Höhe: bis 150 cm.
  • Ansprüche: Für sonnige bis halbschattige Plätze.

Diese Pflanze ist sowohl eine Energiepflanze, als auch eine Bienentrachtpflanze.

Qr Code