Die Nachteile:

Wegen der Anfangsinvestition lohnt sich ein Anbau der Becherpflanze nur, wenn der Bestand länger als 5 Jahre belassen werden kann. Kulturzeiten von 12-15 Jahren oder länger sind anzustreben. Aufgrund des langsamen Jugendwachstums und der starken Unkrautkonkurrenz auf Äckern empfiehlt sich die Pflanzung von vorgezogenen Jung- pflanzen. Die Direktsaat ist problematisch, weil Selektivherbizide noch nicht verfügbar sind, um die Keimpflanzen von Anfang an unkrautfrei zu halten. Die Becherpflanze benötigt tiefgründige, gut wasserversorgte Böden. Auf Sandböden besteht in Trockenjahren ein Ertragsverlust (Abtrocknung der Blätter und der Triebspitzen). Dann empfiehlt sich, früher als September, den Bestand abzuernten. Im Pflanzjahr wird der Aufwuchs nicht genutzt, sondern verwelkt mit beginnendem Frost. Er bildet eine erosionshemmende Blattdecke. Als züchterisch bisher nicht bearbeitete Pflanzenart, besitzt Silphium - wie die meisten Wildpflanzen - nur eine relativ geringe Keimungsrate der Samen. Im Boden verbleibt dann ein nicht gekeimter Anteil, der ggf. später oder sogar erst im drauffolgenden Jahr aufgeht. Ohne Keimungsstimulation der Samen wird der Bestand daher lückig. Dem könnte durch erhöhte Aussaatdichte begegnet werden, (dann ist aber eine spätere Vereinzelung eventuell erforderlich). Die Keimungsrate der Samen wird durch vorherigen Frost deutlich verbessert. Daher empfiehlt es sich, die Samen vor der Aussaat einige Wochen vorher im Kühlschrank bei 3-6 °C zu lagern. Auch eine einwöchige Lagerung bei -20 °C (nicht eingeweicht sondern trocken !) wird zur Keimungsstimulierung empfohlen. Für die Aussaat darf das Saatgut aber nicht angefeuchtet sein, weil dann die maschinelle Einzelkornablage nicht funktioniert.

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